Evangelisch-reformierte Kirche in Hamburg

Verwaltung

Kirche, Gemeinde und Finanzen

Die Evangelisch-reformierte Kirche ist eine Kirche sich selbst verwaltender Gemeinden, eine Kirche ohne Bischöfe, eine gleichsam basisdemokratische Kirche.

In dieser Kirche, in der in jeder einzelnen Gemeinde die Gemeindeglieder alle ihre Gemeinde betreffenden Entscheidungen selbst treffen und sich der Mitverantwortung offen stellen, gehört es zum Selbstverständnis, die Gemeindearbeit nach Kräften zu unterstützen, nicht nur ideell, sondern auch finanziell. Dabei ist es für neu hinzukommende Gemeindeglieder wichtig, auf ihre Lohnsteuerkarte zu achten.
Denn die Angabe “ev”, die in mehreren Bundesländern auch für Reformierte angewandt wird, bewirkt, dass die vom Finanzamt einbehaltene Kirchensteuer unserer Gemeinde verloren geht. Dies gilt auch für evangelisch-reformierte Gemeindeglieder, die nach Schleswig-Holstein oder Niedersachsen zuziehen oder dort arbeiten. Sie sollten ebenso wie die nach Hamburg Zuziehenden bei ihrer Anmeldung im zuständigen Einwohneramt darauf bestehen, dass sie reformiert sind und ihr Religionskennzeichen „rf“ lauten muss. Die Einwohnerämter melden dies dann in aller Regel an die Finanzämter. Dennoch sollten alle Zuziehenden ihre Lohnsteuerkarte immer dahingehend überprüfen, ob dort wirklich „rf“ eingetragen ist.

Was geschieht nun mit dem Geld, das die Gemeinde erhält?

Zuerst einmal müssen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlohnt werden, die hauptberuflich für die Gemeinde tätig sind. Und die Gemeindezentren und Freizeitheime müssen unterhalten werden. Darüber hinaus werden erhebliche Mittel für die Sozialarbeit in der Diakonie aufgebracht. Und nicht zuletzt werden übergemeindliche Aufgaben der Evangelisch-reformierten Kirche, zu der unsere Gemeinde seit dem 1. Januar 2012 gehört, mit einem angemessenen Beitrag mitfinanziert.
Sie sehen, jeder Eurocent zählt und kommt den Einrichtungen und der Arbeit unserer Gemeinde in der Evangelisch-reformierten Kirche zugute. Und Sie erfahren, wohin das Geld geht: Der gesamte Haushalt wird von unabhängigen ehrenamtlichen Kassenprüfern geprüft und der Gemeinde jährlich offengelegt.

Das Konsistorium

Ein Konsistorium gibt es nicht überall. Was also ist es, wer sitzt darin und was tun die?

Seit unserem Beitritt zur Evangelisch-reformierten Kirche (, das ist unsere Landeskirche in Leer) hat das Konsistorium im Wesentlichen die Befugnisse der in der Kirchenverfassung der Ev.-ref Kirche vorgesehenen Gemeindevertretung, wird aber nicht wie diese von der Gemeindeversammlung gewählt, sondern.ist eng mit dem Kirchenrat verbunden. Denn alle Mitglieder des Kirchenrates gehören zum Konsistorium und darüber hinaus alle, die mindestens eine volle Amtszeit im Kirchenrat waren. Letztere gehören auf Lebenszeit dem Konsistorium an und bilden gegenüber den Mitgliedern aus dem Kirchenrat die Mehrheit.

Das Konsistorium beschließt zum Beispiel den Wahlaufsatz für die Predigerwahlen und ist zuständig für die Genehmigung des Jahresabschlusses. Auch dem Erwerb, der Veräußerung oder der Belastung von Grundstücken muss das Konsistorium ebenso zustimmen wie der Aufnahme von Krediten. Nicht zuletzt werden im Konsistorium auch allgemein wichtige Fragen der Kirche beraten: Die Ehemaligen beraten die Amtierenden.

Das Konsistorium ist als eine Art Aufsichtsrat zu verstehen, der den amtierenden Kirchenrat in Fragen, die für die Kirche von besonderer Bedeutung sind, beraten soll, aber Kraft seiner Beschlussrechte auch Einfluss nehmen kann. Die Hoffnung dabei ist, dass die Erfahrungen aus den früher ausgeübten Ämtern und die Lebensweisheit dazu beitragen, dass in der Gemeinde möglichst keine Fehlentscheidungen getroffen werden.

Das Konsistorium hat z, Z, 39 Mitglieder, davon sind 14 amtierende und 25 ehemalige Kirchenratsmitglieder.

Die ehemaligen Kirchenratsmitglieder im Konsistorium sind z. Z.:

Horst Arndt
Peter Boué
Hans-Edgar Brinkmann
Justus Brinkmann
Eva Erman
Dr. Jürgen Erman
Brigitte Gillmann
Jens Holtz
Christiane Iwohn
Andrea Kaske
Henner Kuhtz
Rainer Lippe-Küster
Wolfgang Lüttjohann
Marlies Merkord
Ursula Meyer-Rehfuess
Franz Meyer
Dr. Ekkehard Nümann
Berendina Peter
Jürgen Rexhausen
Andreas Ruth
Uwe Schwalbe
Wolfgang Schnabel
Ingo Sengebusch
Bertram Stehmann
Rainer Strauch

Der Kirchenrat

2016_07_03KirchenratIn vielen Kirchen heißt das vergleichbare Organ “Kirchenvorstand”, bei den Reformierten oft auch “Presbyterium” (griechisch Ältere oder Älteste). Der Kirchenrat ist die Leitung der Gemeinde.

Der Kirchenrat ist für alles zuständig, was es zu regeln gilt. Dazu gehört u.a.:

  • Er wacht darüber, dass die Gemeinde ihren kirchlichen Auftrag wahrnimmt.
  • Er ist verantwortlich für die Verwaltung und die Finanzen der Kirche.
  • Er sorgt für die diakonischen Aufgaben, zu denen insbesondere die Betreuung und Verwaltung des „Altenhofes“, unserem Altenheim am Winterhuder Weg 102-08 gehört.

Die meisten Kirchenratsmitglieder übernehmen ein spezielles Amt. Natürlich gibt es einen Vorsitzenden oder eine Vorsitzende mit der Bezeichnung der bzw. die Präses, der/die auch den Vorsitz im Geschäftsführenden Ausschuss und im Personalausschuss innehat. Über die Finanzen wacht der/die Kassahalter/in, der/die auch dem Finanzausschuss vorsitzt. Für bauliche Massnahmen der Gemeinde ist der/die Vorsitzende des Bauausschusses zuständig.  Die kirchlichen Mietwohnungen betreut der/die  Häuserbeauftragte, die Ferienhäuser auf der Insel Amrum und am Ratzeburger See der/die Vorsitzende des Freizeitheimausschusses. Für die evangelisch-reformierte Stiftung Altenhof stellt der Kirchenrat die/den Vorsitzende/n des Stiftungsvorstands. Die Spenden verwaltet der Vorsitzende des Diakonenkollegiums. Weitere Ämter sind der Vorsitz  im Kirchenmusikausschuss und im Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit. Die Ämter sind Ehrenämter und kosten durchaus Zeit und Mühe.

Der Kirchenrat setzt sich zusammen aus:

In der Regel sind das zwölf Gemeindeglieder, die für sechs Jahre von der Gemeindeversammlung in den Kirchenrat gewählt wurden  (sie können einmal wiedergewählt werden).

  • den amtierenden Ältestenpredigern und dem Verwaltungsleiter

Pfarrstelleninhaber und ehrenamtliche Kirchenratsmitglieder sind stimmberechtigt, Ältestenprediger und Verwaltungsleiter haben nur beratende Stimme.

Die letzte Kirchenratswahl fand im November 2015 statt. Bei dieser Wahl konnten für 5 Kirchenratsmitglieder, deren Amtszeit mit dem Jahreswechsel auslief, nur 4 neue Kirchenratsmitlieder gewählt werden, so dass sich bei der Sitzung am 13. 01. 2016 ein Kirchenrat mit 11 ehrenamtlichen Kirchenratsmitgliedern konstituierte. Für ein inzwischen ausgeschiedenes  ehrenamtliches Kirchenratsmitglied wurde ein neues ehrenamtliches Kirchenratsmitglied kooptiert.

Die 11 ehrenamtlichen Kirchenratsmitglieder sind z. Z.:

Ulrike Krumm Präses krumm@erk-hamburg.de
Jörn Becker Kassahalter und 1. Stellvertreter der Präses becker@erk-hamburg.de
Dr. Sebastian Hausmann Protokollführer hausmann@erk-hamburg.de
Marcus Farwig Vorsitzender des Bauausschusses farwig@erk-hamburg.de
Britta Steffens Vorsitzende des Freizeitheimausschusses steffens@erk-hamburg.de
Michael Sommersell Häuserbeauftragter sommersell@erk-hamburg.de
Dierk Engelke Vorsitzender des Diakonenkollegiums,
2. Stellvertreter der Präses und
Vertreter im Geldverkehr
engelke@erk-hamburg.de
Dr. Clara Schlaich Vorsitzende des Vorstands der Stiftung Altenhof schlaich@erk-hamburg.de
Mirijam Swoboda Vorsitzende des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit swoboda@erk-hamburg.de
Holger Fink Vorsitzender des Kirchenmusikausschusses fink@erk-hamburg.de
Dr. Mareike Budack Protokollführerin des Diakonenkollegiums budack@erk-hamburg.de

E-Mails werden an die privaten E-Mail-Adressen der Kirchenratsmitglieder weitergeleitet.

Mit beratender Stimme gehört dem Kirchenrat z. Z. an:

Broder Jürgensen Verwaltungsleiter juergensen@erk-hamburg.de

 

Die Gemeindeversammlung

Eigentlich gehört sie an die erste Stelle der Entscheidungsorgane; denn Evangelisch-reformierte Kirche ist “Kirche von unten”.

Das vornehmste Recht der Gemeindeversammlung ist die Wahl der Pfarrerinnen und Pfarrer. Nicht minder wichtig ist ihr Recht, die übrigen Mitglieder des Kirchenrates zu wählen, zwölf insgesamt.

Gemeindeversammlung
(z.Z. rd. 3.200, wahlberechtigt ab Religionsmündigkeit mit 14 Jahren)