Evangelisch-reformierte Kirche in Hamburg

Verwaltung

Kirche, Gemeinde und Finanzen

Die Evangelisch-reformierte Kirche in Hamburg ist eine rechtlich selbständige Kirchengemeinde; sie hat die Rechtsform einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Unsere Gemeinde ist Teil der Evangelisch-reformierten Kirche, der sog. Landeskirche (https://reformiert.de). Deren Verwaltung übernimmt das Landeskirchenamt in Leer.

Unsere Gemeinde ist Teil einer Kirche, die aus sich selbst verwaltenden Gemeinden besteht. Es ist eine Kirche ohne Bischöfe. In jeder einzelnen Gemeinde treffen die Gemeindeglieder alle die Gemeinde betreffenden Entscheidungen selbst und stellen sich offen der Mitverantwortung. In dieser Kirche gehört es zum Selbstverständnis, die Gemeindearbeit nach Kräften zu unterstützen – nicht nur ideell, sondern auch finanziell.

Die Evangelisch-reformierte Kirche in Hamburg nimmt am sog. „Kirchensteuereinzugsverfahren“ teil. Bei Arbeitnehmern wird die Kirchensteuer im Rahmen der Gehaltsabrechnung in Abhängigkeit von der Höhe der Einkommensteuer ermittelt, vom Arbeitgeber einbehalten und an das zuständige Finanzamt abgeführt. Der Arbeitgeber fragt dazu die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) direkt beim Bundeszentralamt für Steuern ab. (Früher wurde dazu die Lohnsteuerkarte genutzt.)

Damit die einbehaltenen Steuern auch wirklich unserer Kirche zufließen, sollten neu hinzukommende Gemeindeglieder auf die richtige Angabe ihrer Religionszugehörigkeit achten. Änderungen der ELStAM können auch beim Finanzamt beantragt werden.

Bei der Religionszugehörigkeit ist – in der Regel in einem Kundenzentrum der Stadt Hamburg (vormals Einwohnermeldeamt) – das Merkmal „rf“ (reformiert) anzugeben. Dieses Merkmal ist eine Unterkategorie des Konfessionsmerkmals „ev“ (evangelisch). Sie können bei Ihren Gehaltsabrechnungen in der Regel nur das Merkmal „ev“ sehen, nicht „rf“. Ob Ihr Merkmal mit „rf“ richtig gesetzt ist, können Sie im Kundenzentrum erfahren.

Auch bei einem Umzug von Hamburg in eines der umliegenden Bundesländer ist (bei Teilnahme am Kirchensteuereinzugsverfahren) immer darauf zu achten, dass das Merkmal „rf“ angegeben wird – wie beschrieben als Unterkategorie des Konfessionsmerkmals „ev“.

Gemeindeglieder, die unserer Kirche bereits vor 2012 angehörten, zahlen die Kirchensteuer nach einem anderen Verfahren direkt an unsere Gemeinde.

Bei allen Fragen rund um die Kirchensteuern, insbesondere im Fall von Zuzügen oder Fortzügen, steht Ihnen die Kanzlei gern beratend zur Verfügung (http://erk-hamburg.de/kontakt).

Was geschieht nun mit dem Geld, das die Gemeinde erhält?

Mit den Kirchensteuereinnahmen werden die Ausgaben der Gemeinde finanziert. Das beinhaltet alle Kosten für den Betrieb einer Kirchengemeinde – bspw. die Personalkosten, Zuschüsse für Gemeindeaktivitäten, das Gemeindeblatt, Renovierung unserer Gemeindezentren. Außerdem werden Gelder für den Unterhalt der Freizeithäuser zur Verfügung gestellt. Für die Sozialarbeit und diakonische Aufgaben werden in der Gemeinde zum gegenwärtigen Zeitpunkt ausschließlich Spendengelder verwendet.

Außerdem werden aus den Kirchensteuereinnahmen zentral wahrgenommene Aufgaben der Evangelisch-reformierten Kirche (Landeskirche) mitfinanziert. Zudem fördert unsere Gemeinde ihrerseits durch Spenden soziale Projekte und Partnergemeinden in vielen Ländern.

Nach Abschluss des Rechnungsjahres wird ein Jahresabschluss, der Rechenschaft über die Verwendung der Gelder gibt, aufgestellt. Eine Prüfung des Jahresabschluss erfolgt durch ehrenamtliche Kassenprüfer aus der Gemeinde sowie durch das Rechnungsprüfungsamt der Landeskirche.

Die Jahresabschlüsse sind öffentlich: In den Gemeindeversammlungen, zu denen alle Mitglieder zwei Mal jährlich eingeladen werden, wird über Ein- und Ausgaben öffentlich berichtet. Der Haushaltsplan und die Jahresrechnung liegen darüber hinaus für jedes Gemeindemitglied zur Einsicht in der Kanzlei bereit.

Das Konsistorium

Ein Konsistorium gibt es nicht überall. Was also ist das, wer gehört ihm an und welche Aufgaben hat es?

Seit unserem Beitritt zur Evangelisch-reformierten Kirche (unserer Landeskirche mit Sitz in Leer) hat das Konsistorium im Wesentlichen die Befugnisse der in der Kirchenverfassung der Ev.-ref Kirche vorgesehenen Gemeindevertretung, wird aber nicht wie diese von der Gemeindeversammlung gewählt, sondern.ist eng mit dem Kirchenrat verbunden. Denn alle Mitglieder des Kirchenrates gehören zum Konsistorium und darüber hinaus alle, die mindestens eine volle Amtszeit im Kirchenrat waren. Letztere gehören auf Lebenszeit dem Konsistorium an und bilden gegenüber den Mitgliedern aus dem Kirchenrat die Mehrheit.

Das Konsistorium beschließt zum Beispiel den Wahlaufsatz für die Predigerwahlen und ist zuständig für die Genehmigung des Jahresabschlusses. Auch dem Erwerb, der Veräußerung oder der Belastung von Grundstücken muss das Konsistorium ebenso zustimmen wie der Aufnahme von Krediten. Nicht zuletzt werden im Konsistorium auch allgemein wichtige Fragen der Kirche beraten: Die Ehemaligen beraten die Amtierenden.

Das Konsistorium ist als eine Art Aufsichtsrat zu verstehen, der den amtierenden Kirchenrat in Fragen, die für die Kirche von besonderer Bedeutung sind, beraten soll, aber Kraft seiner Beschlussrechte auch Einfluss nehmen kann. Die Hoffnung dabei ist, dass die Erfahrungen aus den früher ausgeübten Ämtern und die Lebensweisheit dazu beitragen, dass in der Gemeinde möglichst keine Fehlentscheidungen getroffen werden.

Das Konsistorium hat z. Z. 38 Mitglieder, davon sind 14 amtierende und 24 ehemalige Kirchenratsmitglieder.

Die ehemaligen Kirchenratsmitglieder im Konsistorium sind z. Z.:

Horst Arndt
Peter Boué
Hans-Edgar Brinkmann
Justus Brinkmann
Dierk Engelke
Eva Erman
Holger Fink
Christiane Iwohn
Ulrike Krumm
Henner Kuhtz
Rainer Lippe-Küster
Wolfgang Lüttjohann
Marlies Merkord
Ursula Meyer-Rehfuess
Franz Meyer
Dr. Ekkehard Nümann
Andreas Ruth
Uwe Schwalbe
Wolfgang Schnabel
Ingo Sengebusch
Bertram Stehmann
Rainer Strauch

Der Kirchenrat

In vielen Kirchen heißt das vergleichbare Organ “Kirchenvorstand”, bei den Reformierten oft auch “Presbyterium” (griechisch Ältere oder Älteste). Der Kirchenrat ist die Leitung der Gemeinde.

Der Kirchenrat ist für alles zuständig, was es zu regeln gilt. Dazu gehört u.a.:

  • Er wacht darüber, dass die Gemeinde ihren kirchlichen Auftrag wahrnimmt.
  • Er ist verantwortlich für die Verwaltung und die Finanzen der Kirche.
  • Er sorgt für die diakonischen Aufgaben, zu denen insbesondere die Betreuung und Verwaltung des „Altenhofes“, unserem Altenheim am Winterhuder Weg 102-08 gehört.

Die meisten Kirchenratsmitglieder übernehmen ein spezielles Amt. Natürlich gibt es einen Vorsitzenden oder eine Vorsitzende mit der Bezeichnung der bzw. die Präses, der/die auch den Vorsitz im Geschäftsführenden Ausschuss und im Personalausschuss innehat. Über die Finanzen wacht der/die Kassahalter/in, der/die auch dem Finanzausschuss vorsitzt. Für bauliche Massnahmen der Gemeinde ist der/die Vorsitzende des Bauausschusses zuständig.  Die kirchlichen Mietwohnungen betreut der/die  Häuserbeauftragte, die Ferienhäuser auf der Insel Amrum und am Ratzeburger See der/die Vorsitzende des Freizeitheimausschusses. Für die evangelisch-reformierte Stiftung Altenhof stellt der Kirchenrat die/den Vorsitzende/n des Stiftungsvorstands. Die Spenden verwaltet der Vorsitzende des Diakonenkollegiums. Weitere Ämter sind der Vorsitz  im Kirchenmusikausschuss und im Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit. Die Ämter sind Ehrenämter und kosten durchaus Zeit und Mühe.

Der Kirchenrat setzt sich zusammen aus:

In der Regel sind das zwölf Gemeindeglieder, die für sechs Jahre von der Gemeindeversammlung in den Kirchenrat gewählt wurden  (sie können einmal wiedergewählt werden).

  • den amtierenden Ältestenpredigern und dem Verwaltungsleiter

Pfarrstelleninhaber und ehrenamtliche Kirchenratsmitglieder sind stimmberechtigt, Ältestenprediger und Verwaltungsleiter haben nur beratende Stimme.

Die 12 ehrenamtlichen Kirchenratsmitglieder sind z. Z.:

Dr. Sebastian Hausmann Präses hausmann@erk-hamburg.de
Jörn Becker Kassahalter und Stellvertreter Präses becker@erk-hamburg.de
Marcus Farwig Vorsitzender des Bauausschusses farwig@erk-hamburg.de
Rebecca Stridde Vorsitzende des Freizeitheimausschusses stridde@erk-hamburg.de
Michael Sommersell Häuserbeauftragter sommersell@erk-hamburg.de
Dr. Mareike Budack Vorsitzende des Diakoniekollegiums budack@erk-hamburg.de
Dr. Clara Schlaich Vorsitzende des Vorstands der Stiftung Altenhof schlaich@erk-hamburg.de
Dr. Katrin Wippich Vorsitzende des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit wippich@erk-hamburg.de
Mirijam Swoboda Vorsitzende des Kirchenmusikausschusses swoboda@erk-hamburg.de
Andrea Kaske Protokollführerin des Diakonenkollegiums kaske@erk-hamburg.de
Holger John ohne Amt john@erk-hamburg.de
Claes Droege ohne Amt droege@erk-hamburg.de

E-Mails werden an die privaten E-Mail-Adressen der Kirchenratsmitglieder weitergeleitet.

Mit beratender Stimme gehört dem Kirchenrat z. Z. an:

Broder Jürgensen Verwaltungsleiter juergensen@erk-hamburg.de

 

Die Gemeindeversammlung

Eigentlich gehört sie an die erste Stelle der Entscheidungsorgane; denn Evangelisch-reformierte Kirche ist “Kirche von unten”.

Das vornehmste Recht der Gemeindeversammlung ist die Wahl der Pfarrerinnen und Pfarrer. Nicht minder wichtig ist ihr Recht, die übrigen Mitglieder des Kirchenrates zu wählen, zwölf insgesamt.

Gemeindeversammlung
(z.Z. rd. 3.200, wahlberechtigt ab Religionsmündigkeit mit 14 Jahren)