Evangelisch-reformierte Kirche in Hamburg

Herzliche Einladung zur Bachkantate zum Mitsingen!

Am 26. November 2017, am Ewigkeitssonntag, werden wir im Gottesdienst die Bachkantate

„Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“ aufführen. Wer Lust hat mitzusingen, sei herzlich eingeladen. Proben sind am
Freitag, den 24. 11 um 18.00 Uhr und am Sonnabend, den 25. 11. um 10.00 Uhr.

Anmeldung und Informationen bei Dagmar Lübking, Tel. 4105854 oder dagmarluebking@googlemail.com


Donnerstags-Gebet in der Palmaille

Die Welt ist an vielen Stellen in Unordnung geraten. Kriege, Egoismen, Hass und Nationalismus und wirtschaftliche Ungerechtigkeiten trennen Menschen voneinander; Angst und Not, Flucht und Elend, Tod und Verderben Hunderttausender, ja vieler Millionen Menschen verbreiten sich immer mehr.

„Wenn ihr mich in meinem Namen um etwas bitten werdet: Ich werde es tun!“ (Joh 14,14). Diese Zusage Jesu ist eine Einladung an uns. Verschiedene Erlebnisse und Erfahrungen haben mich dazu bewogen, die Initiative zu ergreifen für ein

Donnerstags-Gebet in der Palmaille.

Ich freue mich, wenn der oder die Eine oder Andere sich daran beteiligen möchte. Die Anzahl der Beteiligten ist nicht entscheiden. „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“, sagt Jesus.

Der Termin am Donnerstag um 18 Uhr soll verbindlich sein, aber die Teilnahme – nicht jeder kann sich von vorneherein auf Dauer verpflichten – ist offen für Jedermann.  Beginn soll der 3. August 2017 sein

Jeder Beteiligte kann seine eigenen Gebetsanliegen beitragen.

Nach dem Gebet wollen wir noch beieinander bleiben und miteinander das von jedem Mitgebrachte essen und trinken. Dabei soll dann auch Gelegenheit sein, miteinander zu reden über Vergangenes und Zukünftiges, all das, was uns bewegt.

Ich freue mich auf Euch/Sie.

Joachim Matthes


Kirchenasyl

Hamburger Worte, die zur solidarischen Entschließung aufrufen, werden auf der Gesamtsynode gehört

In drei Fällen hat sich die reformierte Gemeinde in Hamburg entschieden, Kirchenasyl zu gewähren. Bundesweit wird über 500 Geflüchteten Asyl in kirchlichen Räumen gewährt, davon sind über 260 sogenannte Dublin-Fälle.

„Die Regeln des Dublin III Abkommens […] erweisen sich aber unter der heutigen Belastung nicht nur als ungeeignet für eine korrekte Bearbeitung von Asylanträgen und eine gerechte Verteilung der Lasten auf alle dem Abkommen beigetretenen Staaten. Die unmenschlichen Folgen unzulänglicher europäischer Regelungen werden zudem in völlig unannehmbarer Weise auf dem Rücken der geflüchteten Menschen ausgetragen. Es hat sich damit eine Situation entwickelt, in der die Hilfe der Kirche nachdrücklich gefordert ist.“

Mit diesen Worten begründen wir Hamburger unsere Bitte an das Moderamen der Gesamtsynode eine deutliche Stellungnahme abzugeben. Das Moderamen möge in einer solchen Stellungnahme, erstens politisch Verantwortliche aufrufen, „die Ausweisung geflüchteter Personen an die Staaten Italien und Griechenland ab sofort [zu] unterlassen“ und zweitens „die Versuche staatlicher Behörden, das Kirchenasyl zu kriminalisieren […] öffentlich nachdrücklich [verurteilen].“

Auf der Frühjahrssynode am 28./29. April 2017 wurde von  Helge Johr, Chefjurist und Vizepräsident der Evangelisch-reformierten Kirche, auf die Hamburger Worte geantwortet. Die Gesamtsynode der Evangelisch-reformierten Kirche formulierte auch eine Entschließung zum Thema Kirchenasyl.

Lesen Sie hier das PDF mit der Hamburger Vorlage, der Antwort des Kirchenjuristen und dem Beschluss der Gesamtsynode.


Allein durch das Wort

Eine Predigtreihe zum Reformationsjubiläum 2017

Welche Bedeutung hat die Schrift? Ist sie alleinige Quelle unseres Glaubens? Was machen die vielen anderen Worte neben dem Einen Wort? Für die Reformatoren war die Bibel allein der Schlüssel zum wahren Glauben: sola scriptura. Nur die Schriften des Alten und Neuen Testaments sollten Richtschnur in den evangelischen Gemeinden sein. Die sogenannten alten Kirchenväter, deren Lehren und Traditionen hatten sich dem Wort unterzuordnen. Mit der Predigtreihe würdigen wir das reformatorische „sola scriptura“und stellen es mit modernen Anfragen auf den Prüfstand.

Folgende Predigten können Sie hier in einer PDF-Datei nachlesen:

18.09.2016 Warum ich die Bibel liebe – Ulrike Krumm
30.10.2016 Am Anfang war das Wort – Thomas Raape
13.11. 2016 Verborgenes Wort – Reiner Kuhn


Jahreslosung 2017…eine reformatorische Ansage im 500. Jahr der Reformation

Und ich werde euch ein neues Herz geben, und in euer Inneres lege ich einen neuen Geist. Und ich entferne das steinerne Herz aus eurem Leib und gebe euch ein Herz aus Fleisch. Und meinen Geist werde ich in euer Inneres legen, und ich werde bewirken, dass ihr nach meinen Satzungen lebt und meine Rechtssätze haltet und nach ihnen handelt. Und ihr werdet wohnen in dem Land, das ich euren Vorfahren gegeben habe, und ihr werdet mir Volk sein, und ich, ich werde euch Gott sein.  (Zürcher Bibel Hesekiel 36,26-28) (mehr …)


„2017-2018-2019″ Wie und warum wir das Reformationsjubiläum feiern

EinblickeAusblickeMit der Predigtreihe „Allein durch das Wort“ haben wir Hamburger den ersten Akzent mit Blick auf das Reformationsjubiläum gesetzt. Der Hype um Luther ist auf der EKD-Ebene immens – angefangen mit der streitbaren Playmobil-Lutherfigur. Kirchengeschichtlich wäre es jedoch verbohrt, wenn nicht kurzsichtig, 2017 „Allein auf/durch Luther“ zu tönen. Reformierte Christinnen und Christen wissen um die Anfechtbarkeit jeglichen Personenkults; und der Blick in die wechselhafte Rezeptionsgeschichte des Lutherbildes durch die Jahrhunderte hindurch lehrt uns, dass der Zeitgeist dem Augustinermönch sein jeweiliges Gepräge verliehen hat.

Noch immer ringen wir Protestanten mit der Frage, ob und warum Katholiken mit eingeladen, ob das Verhältnis zu den „Täufern“ (heute Mennoniten, Baptisten) – von Luther heftig angegriffen – zurechtgerückt, ob Luthers berühmte Exklusivartikel „Allein Christus…aus Gnade…im Wort… durch den Glauben“ nicht modernisiert und der „Judenmission“ endgültig (die EKD-Synode in Magdeburg hat ́s beschlossen) eine Absage erteilt werden sollten. Luther bleibt sperrig, widersprüchlich, anfechtbar.

Und doch lassen sich Gründe genug finden, dieses Jubiläum zu feiern: allein die leidenschaftliche Hinwendung zur Schrift, deren Übersetzung in die National­sprachen und die erstmalige uneingeschränkte Beteiligung von Laien in der Kirche sind großartige Errungen­schaften; noch heute geben sie uns Impulse zur Erneuerung und Gestaltung der Kirche.So nimmt die reformierte Kirche in Hamburg an den Feierlichkeiten des Jubiläums 2017 teil und stellt auch ihr eigenes bescheidenes Fest­programm vor. Die genauen Termine finden Sie unter Termine oder entnehmen Sie bitte dem jeweils aktuellen Gemeindeblatt.

Reiner Kuhn


Beten für den Frieden

Am 3. Advent hat sich die Ev.-ref. Kirche mit den Christen und Christinnen in Syrien und im Libanon/National Synod of Syria and Lebanon (NESSL) verbunden. Zeitgleich und mit gemeinsamer Liturgie haben wir Gottesdienst gefeiert und für den Frieden gebetet.
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Wiedereröffnung Ferdinandstraße

Bald ist es soweit! Am 9. Oktober feiern wir das erste Mal wieder Gottesdienst in der Ferdinandstraße. Ein halbes Jahr war der Kirchenraum gesperrt. Die Kirchenfenster des Darmstädter Bildhauers Helmut Lander wurden restauriert. Das Gebäude war von außen und innen eingerüstet. Wie Herr Christoph Sander, hauptverantwortlicher Glasmeister der Firma Peters aus Paderborn, mitteilte, werden die Innen- und Reinigungsarbeiten bis Ende September abgeschlossen sein.
Zweimal hat Herr Sander durch Vorträge auf die Besonderheiten der Betondickglasfenster hingewiesen. Das Faszinierende ist, dass sie tellenweise einer Skulptur ähneln. Nur wer sich direkt an die Fensterwand begibt, entdeckt ihre Vielschichtigkeit. Wie Herr Sander betonte, seien die Formen der Fenster künstlerisch in der Gesamtgestaltung des Kirchenraums wieder zu entdecken. Der Bildhauer Lander dachte bei seinem Entwurf – so Sanders Einschätzung – nicht an die Zerstörungen des 2. Weltkriegs; vielmehr seien Farben und Formen seine Markenzeichen gewesen. Diese Einschätzung ist neu und überrascht.
Froh sind wir, dass wir die letzten Monate in der Palmaille Gottesdienst feiern konnten. Nun erscheint auch der Kirchenraum Ferdinandstraße erneut im Gottesdienstplan. Für einige verkürzt sich nun der Anfahrtsweg am Sonntagmorgen in die Gemeinde. Bitte achten Sie auf die Angaben im Gemeindeblatt: der 9. Oktober wird ein kleiner Festtag sein!
Reiner Kuhn

Restaurierung der Fenster in der Ferdinandstr. 21

Seit ein paar Wochen ist unsere Kirche in der Innenstadt eingerüstet. Auch im Kirchsaal stehen mittlerweile Gerüste, um die seit langem geplante Restaurierung der Fenster anzugehen. Die Orgel ist zum Schutz völlig abgedeckt. Zunehmend müssen wir mit Staub rechnen, so dass die Kirche seit März nicht zu betreten ist. Die Baumaßnahmen werden voraussichtlich bis Ende September andauern. So finden alle Gottesdienste zur Zeit ausschließlich in der Palmaille und im Altenhof statt. Bitte entnehmen Sie dem Gemeindeblatt, wann wir erneut Gottesdienst in der Ferdinandstr. feiern werden.

Die Kirche wurde nach dem Entwurf des rheinischen Architekten Rudolf Esch gebaut und am 9. Mai 1965 feierlich in Benutzung genommen. Gerne zitiere ich aus der Chronik unserer Kirchengeschichte folgenden Passus zu den Fenstern:  „Einstimmige Bewunderung fanden die Kirchenfenster, die Helmut Lander geschaffen hatte, und die schon an diesem ersten Gottesdiensttag sehr unterschiedliche Deutung. Manche Betrachter begnügten sich damit, sie als gegenstandslose Malerei hinzunehmen, deren Konturen mit ihrer Betonung der Vertikale, die im Kirchenraum sonst dominierende Horizontale wohltuend ausgleichen, deren Farben das Gefühl von geistiger Klarheit und feierlicher Hochstimmung vermittelten, die als Ganzes gesammelte Aufmerksamkeit und meditative Versenkung in gleicher Weise fördern würde. Andere verstanden die Fenster gegenständlich als symbolisches Abbild der großen Stadt, welche durch sie gewissermaßen in das Geschehen des Gottesdienstes einbezogen werden sollte. Alle empfanden, daß hier die schönste nach dem Kriege erbaute Kirche in Hamburg enstanden war, schlicht und schön zugleich und ganz der Sache der Gemeinde dienend.“

Im Juni werden wir Gelegenheit haben, die Restaurierungsmaßnahmen intensiver zu beobachten. Herr Christoph Sander von der Paderborner Glasmalerei Peters GmbH wird uns über die Baustelle führen und genau erläutern, welche Tätigkeiten an den Fenstern vollzogen werden. Herzliche Einladung!

Reiner Kuhn


In tiefer Trauer

muss ich mich erneut an Sie wenden und Ihnen mitteilen, dass

Herr Pastor i.R. Hermann Keller


am 09. Januar 2016 im Alter von 89  Jahren verstorben ist.

Hermann Keller war seit 1955 zunächst als Vikar, dann als Pastor in unserer Gemeinde tätig. 1989 wurde er pensioniert, blieb aber unter uns als Wegbegleiter, theologischer Lehrer und Mitglied des Konsistoriums bis zu seinem Tode präsent. Wie kaum ein anderer prägte er in dieser Zeit das Gemeindeleben der reformierten Kirche in Hamburg.

Hermann Keller hinterlässt nicht nur eine Lücke in unserer Gemeinde, sondern auch in den Herzen aller, die er auf seinem Weg begleitete.

Die Trauerfeier findet am 30. Januar um 11  Uhr im Gemeindezentrum Ferdinandstraße statt.  Die Beisetzung erfolgt am selben Tag um 13 Uhr in der Kapelle 10 auf dem Friedhof Ohlsdorf.

Dierk Engelke

Präses des Kirchenrates