Evangelisch-reformierte Kirche in Hamburg

Konzert von DUNYUIXOLA aus Togo

Freitag, 14. September, 19.30 Uhr, Ferdinandstr.
DUNUIXOLA…dieser Name bedeutet übersetzt: Überbringer der guten Nachricht!
 Was gäbe es für eine bessere Botschaft, als einladend zu singen, zu tanzen und sich zu begegnen? Eine ganz besondere Chance von Süd-Nord-Austausch unter Christen. Eine einmalige Gelegenheit der Begegnung. Die Sängerinnen und Sänger des westafrikanischen Togo haben sich für dieses große Chorprojekt extra neu zusammengefunden und bereits Wochen und Monate vor der Reise intensiv geprobt. Gesang, Tanz und Trommelspiel. Kostüme wurden eigens für diese Tournee angefertigt und Workshops ausgearbeitet.
In einem straffen Zeitplan reisen sie nun über einen Monat durch den Norden Deutschlands, um uns ihre Kultur zu präsentieren. Über die Hälfte der Konzerte findet in derMetropolregion Bremen-Oldenburg-Hamburg statt Dieser starke Fokus liegt zum einen im Sitz der Norddeutschen Mission begründet, aber auch weithin im Umland werden Auftritte und Workshops realisiert. In den weit verstreuten evangelisch-reformierten Kirchen, der Lippischen Landeskirche und natürlich im Bereich Wilhelmshaven bis hin nach Hamburg finden Begegnungen statt. Chorauftritte in Kulturzentren, Begegungsstätten und Schulen der Region wirken da mit starker Symbolkraft. Multikulturell verbindend und im Gespräch zwischen kirchlichen und außerkirchlichen Orten.
Auch unsere Gemeinde ist mit der Nordeutschen Mission verbunden. Zur Zeit ist Germaine Kpelly als Süd-Nord-Freiwillige für ein Jahr in unserer Gemeinde tätig. Sie stammt ebenfalls aus Togo und wir können im Gemeindenachmittag nach ihren Eindrücken fragen. Vor dem Konzert wird Hannes Menke, der Generalsekretär der Norddeutschen Mission, um 18 Uhr einen kurzen Einblick in die Verästelungen und Arbeitsgebiete der Norddeutschen Mission gewähren.
Eines ist garantiert: bei den Konzerten von DUNYIXOLA geht es weder steif noch leise zu. Hier wird in einer Lebendigkeit Musik zelebriert, die einfach mitreißt und uns nicht nur mit den Zehen wippen lässt, sondern automatisch den ganzen Körper erfasst!
Reiner Kuhn

Einladung zum Gottesdienst in anderer Form

Am Sonntag 26. August 2016 um 18 Uhr geht es in der Palmaille um Fragen zur Geschichte von Kain und Abel. Gemeinsam wollen wir Antworten suchen – Ausgang offen.

Und Gottesdienst feiern. Es spielen Bläser aus Altona und dem Alten Land.

Wir freuen uns über interessierte Mit-Fragerinnen und -Frager.

Ulrike Krumm, Mirijam Swoboda, Reiner Kuhn


Begegnung am Ratzeburger See

Philipp (Name geändert) hält einen Stock mit einem Marshmallow ins Feuer. Der Zehnjährige lehnt sich zufrieden in seinem Stuhl zurück. Gitarrenmusik, angeregte Unterhaltungen, über die Wiese toben eine weitere Handvoll Kinder und Jugendlicher. Als Erwachsener wundert man sich ja schon immer ein bisschen, wie das nach einem Tag mit Kanufahren, Ausflug, Baden, Fußballspielen und Badmintonspielen überhaupt noch geht, während man selbst doch schon ziemlich in den Seilen hängt. Die Stimmung ist ausgelassen – der Abend perfekt.

Familienwochenende im Freizeithaus Ratzeburger See. Im Verwalterhaus wir – Familie Fink mit Oma, Opa, meinem Mann, unseren zwei Kindern und mir – im Haupthaus eine Gruppe der Großstadtmission Altona, einem Träger der Kinder- und Jugendhilfe und der Hilfe für Menschen mit Behinderungen. Ganz ungeplant mit von der Partie, weil ihr ursprüngliches Wochenenddomizil versehentlich storniert wurde und ihr Leiter als Gemeindeglied seine Gruppe hier noch kurzfristig unterbringen konnte. Ein Glücksgriff, wie sich herausgestellt hat. Nicht nur, weil das Haus an sommerlichen Frühlingswochenenden wie diesem üblicherweise ausgebucht ist.

Wir kommen ins Gespräch und erfahren Spannendes über ein außergewöhnliches Wohnprojekt. Philipp und die anderen Kinder und Jugendlichen leben nämlich in familienanalogen Wohngruppen. Davon gibt es gleich sieben in Hamburg und Schleswig-Holstein. Anders als in anderen Einrichtungen wachsen Kinder, die aus den verschiedensten Gründen nicht bei ihren leiblichen Eltern bleiben können, oft von klein an in einer Art Pflegefamilie auf, bei denen die „Eltern“ Profis sind und zumindest über eine erzieherische oder sozialpädagogische Ausbildung verfügen. Hauptangestellt bei der Mission kümmern sie sich in stationären Heimeinrichtungen rund um die Uhr, 365 Tage lang um ihre Schützlinge – wohnen dort, verbringen ihr Leben gemeinsam mit ihnen, führen sie nach Möglichkeit wieder zurück in ihre Ursprungsfamilien oder entlassen sie im anderen Fall als sozial und emotional reife junge Erwachsene ins eigene Leben.

Siggi macht den Job seit über 20 Jahren. Sie und ihre Kollegin Astrid betreuen derzeit fünf Kinder. Der älteste der Gruppe ist gerade volljährig geworden und ist vor kurzem ausgezogen. Und Siggis erstes Kind von damals ist 30 und kommt, wie sie erzählt, noch immer wieder gerne „nach Hause“.

Astrid hat vorher in einer klassischen Wohngruppe gearbeitet – der Job jetzt erfüllt sie aber deutlich mehr: „Dort bin ich nach 24 Stunden nach Hause gegangen, war immer wieder raus aus dem Alltag der Kids. Auch, wenn ich Urlaub gemacht habe und dort das Leben weiterging. Hier bin ich ganz nah dran, kann besser investieren, auch emotional. Das ist irgendwie natürlicher – bei uns können sie wirklich Wurzeln schlagen.“ Dabei achten die „Eltern auf Zeit“ darauf, dass der Kontakt zu den leiblichen Eltern nach Möglichkeit gepflegt wird und beide Seiten nicht in Konkurrenz zueinander treten.

Das Konzept scheint zu greifen. Das Gelände ist erfüllt von Lachen, Lärmen und einem friedlichen und freundlichen Miteinander. Es ist schön, mit anzusehen, wie wohl sich diese Jungs und Mädels offensichtlich fühlen – von ihrer familiären Basis zu hören, das Gefühl zu haben, wie gut ihnen das tut. Robin (Name geändert), gerade volljährig geworden, erzählt mir noch, von seinem Leben in der Gruppe. Ihm gefällt es besonders gut, dass seine „Familie“ einen Pferdestall gepachtet hat, den er und die anderen Jugendlichen jedes Wochenende besuchen. Er steht kurz vor dem Schulabschluss und will später als Garten- und Landschaftsbauer arbeiten – ein junger Mann, der ganz augenscheinlich mit Hilfe seiner Betreuer eine Perspektive für sich entdeckt hat.

Martin Albermann, zuständig für die Jugendhilfeeinrichtungen bei der Großstadtmission, betont: „Wir achten stark auf die Qualität der Betreuung, überlassen nichts dem Zufall. Die Mitarbeiter dokumentieren ihre Arbeit täglich, jeder muss sich reflektieren, bei dem was wir tun, achten wir auf maximale Transparenz.“

Das gemeinsame Wochenende – eine Idee seiner Mitarbeiter – ist mehr oder minder eine Premiere: Eine gelungene. „Das ist sowas wie ne Tankstelle“, schwärmt Siggi, „Das tut uns so gut, schweißt zusammen. Die Kinder kennen sich zwar von Ausflügen, haben hier aber nochmal enger zusammengefunden. Wir konnten uns entspannt untereinander austauschen. Einfach klasse ist das hier – wir planen schon das nächste Jahr.“

Abschließend frage ich Siggi noch, was das Schönste an ihrer Arbeit ist. Sie grinst breit, ein wenig versonnen dabei, muss aber nicht lange überlegen: „Wenn wir zur Hochzeit eingeladen werden“. Noch dieses Jahr ist es bei ihrem allerersten Schützling soweit – und sie wird vermutlich dabei die eine oder andere Träne verdrücken…

 Jana Fink


Kirchenratswahlen 2018

Am 25. Februar wurde der neue Kirchenrat gewählt.

Neu gewählt wurden:

  • Claes Hinrik Droege
  • Holger John
  • Andrea Kaske
  • Dr. Clara Schlaich
  • Rebecca Stridde
  • Dr. Katrin Wippich

Die Kirchenräte Jörn Becker, Dr. Mareike Budack, Marcus Farwig, Dr. Sebastian Hausmann, Michael Sommersell und Mirijam Swoboda behalten ihre Ämter inne.

Im Gottesdienst am 25. März werden die neuen Kirchenältesten in ihr Amt eingeführt.


Donnerstags-Gebet in der Palmaille

Die Welt ist an vielen Stellen in Unordnung geraten. Kriege, Egoismen, Hass und Nationalismus und wirtschaftliche Ungerechtigkeiten trennen Menschen voneinander; Angst und Not, Flucht und Elend, Tod und Verderben Hunderttausender, ja vieler Millionen Menschen verbreiten sich immer mehr.

„Wenn ihr mich in meinem Namen um etwas bitten werdet: Ich werde es tun!“ (Joh 14,14). Diese Zusage Jesu ist eine Einladung an uns. Verschiedene Erlebnisse und Erfahrungen haben mich dazu bewogen, die Initiative zu ergreifen für ein

Donnerstags-Gebet in der Palmaille.

Ich freue mich, wenn der oder die Eine oder Andere sich daran beteiligen möchte. Die Anzahl der Beteiligten ist nicht entscheiden. „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“, sagt Jesus.

Der Termin am Donnerstag um 18 Uhr soll verbindlich sein, aber die Teilnahme – nicht jeder kann sich von vorneherein auf Dauer verpflichten – ist offen für Jedermann.  Beginn soll der 3. August 2017 sein

Jeder Beteiligte kann seine eigenen Gebetsanliegen beitragen.

Nach dem Gebet wollen wir noch beieinander bleiben und miteinander das von jedem Mitgebrachte essen und trinken. Dabei soll dann auch Gelegenheit sein, miteinander zu reden über Vergangenes und Zukünftiges, all das, was uns bewegt.

Ich freue mich auf Euch/Sie.

Joachim Matthes


Kirchenasyl

Hamburger Worte, die zur solidarischen Entschließung aufrufen, werden auf der Gesamtsynode gehört

In drei Fällen hat sich die reformierte Gemeinde in Hamburg entschieden, Kirchenasyl zu gewähren. Bundesweit wird über 500 Geflüchteten Asyl in kirchlichen Räumen gewährt, davon sind über 260 sogenannte Dublin-Fälle.

„Die Regeln des Dublin III Abkommens […] erweisen sich aber unter der heutigen Belastung nicht nur als ungeeignet für eine korrekte Bearbeitung von Asylanträgen und eine gerechte Verteilung der Lasten auf alle dem Abkommen beigetretenen Staaten. Die unmenschlichen Folgen unzulänglicher europäischer Regelungen werden zudem in völlig unannehmbarer Weise auf dem Rücken der geflüchteten Menschen ausgetragen. Es hat sich damit eine Situation entwickelt, in der die Hilfe der Kirche nachdrücklich gefordert ist.“

Mit diesen Worten begründen wir Hamburger unsere Bitte an das Moderamen der Gesamtsynode eine deutliche Stellungnahme abzugeben. Das Moderamen möge in einer solchen Stellungnahme, erstens politisch Verantwortliche aufrufen, „die Ausweisung geflüchteter Personen an die Staaten Italien und Griechenland ab sofort [zu] unterlassen“ und zweitens „die Versuche staatlicher Behörden, das Kirchenasyl zu kriminalisieren […] öffentlich nachdrücklich [verurteilen].“

Auf der Frühjahrssynode am 28./29. April 2017 wurde von  Helge Johr, Chefjurist und Vizepräsident der Evangelisch-reformierten Kirche, auf die Hamburger Worte geantwortet. Die Gesamtsynode der Evangelisch-reformierten Kirche formulierte auch eine Entschließung zum Thema Kirchenasyl.

Lesen Sie hier das PDF mit der Hamburger Vorlage, der Antwort des Kirchenjuristen und dem Beschluss der Gesamtsynode.


Allein durch das Wort

Eine Predigtreihe zum Reformationsjubiläum 2017

Welche Bedeutung hat die Schrift? Ist sie alleinige Quelle unseres Glaubens? Was machen die vielen anderen Worte neben dem Einen Wort? Für die Reformatoren war die Bibel allein der Schlüssel zum wahren Glauben: sola scriptura. Nur die Schriften des Alten und Neuen Testaments sollten Richtschnur in den evangelischen Gemeinden sein. Die sogenannten alten Kirchenväter, deren Lehren und Traditionen hatten sich dem Wort unterzuordnen. Mit der Predigtreihe würdigen wir das reformatorische „sola scriptura“und stellen es mit modernen Anfragen auf den Prüfstand.

Folgende Predigten können Sie hier in einer PDF-Datei nachlesen:

18.09.2016 Warum ich die Bibel liebe – Ulrike Krumm
30.10.2016 Am Anfang war das Wort – Thomas Raape
13.11. 2016 Verborgenes Wort – Reiner Kuhn


Jahreslosung 2017…eine reformatorische Ansage im 500. Jahr der Reformation

Und ich werde euch ein neues Herz geben, und in euer Inneres lege ich einen neuen Geist. Und ich entferne das steinerne Herz aus eurem Leib und gebe euch ein Herz aus Fleisch. Und meinen Geist werde ich in euer Inneres legen, und ich werde bewirken, dass ihr nach meinen Satzungen lebt und meine Rechtssätze haltet und nach ihnen handelt. Und ihr werdet wohnen in dem Land, das ich euren Vorfahren gegeben habe, und ihr werdet mir Volk sein, und ich, ich werde euch Gott sein.  (Zürcher Bibel Hesekiel 36,26-28) (mehr …)


„2017-2018-2019“ Wie und warum wir das Reformationsjubiläum feiern

EinblickeAusblickeMit der Predigtreihe „Allein durch das Wort“ haben wir Hamburger den ersten Akzent mit Blick auf das Reformationsjubiläum gesetzt. Der Hype um Luther ist auf der EKD-Ebene immens – angefangen mit der streitbaren Playmobil-Lutherfigur. Kirchengeschichtlich wäre es jedoch verbohrt, wenn nicht kurzsichtig, 2017 „Allein auf/durch Luther“ zu tönen. Reformierte Christinnen und Christen wissen um die Anfechtbarkeit jeglichen Personenkults; und der Blick in die wechselhafte Rezeptionsgeschichte des Lutherbildes durch die Jahrhunderte hindurch lehrt uns, dass der Zeitgeist dem Augustinermönch sein jeweiliges Gepräge verliehen hat.

Noch immer ringen wir Protestanten mit der Frage, ob und warum Katholiken mit eingeladen, ob das Verhältnis zu den „Täufern“ (heute Mennoniten, Baptisten) – von Luther heftig angegriffen – zurechtgerückt, ob Luthers berühmte Exklusivartikel „Allein Christus…aus Gnade…im Wort… durch den Glauben“ nicht modernisiert und der „Judenmission“ endgültig (die EKD-Synode in Magdeburg hat ́s beschlossen) eine Absage erteilt werden sollten. Luther bleibt sperrig, widersprüchlich, anfechtbar.

Und doch lassen sich Gründe genug finden, dieses Jubiläum zu feiern: allein die leidenschaftliche Hinwendung zur Schrift, deren Übersetzung in die National­sprachen und die erstmalige uneingeschränkte Beteiligung von Laien in der Kirche sind großartige Errungen­schaften; noch heute geben sie uns Impulse zur Erneuerung und Gestaltung der Kirche.So nimmt die reformierte Kirche in Hamburg an den Feierlichkeiten des Jubiläums 2017 teil und stellt auch ihr eigenes bescheidenes Fest­programm vor. Die genauen Termine finden Sie unter Termine oder entnehmen Sie bitte dem jeweils aktuellen Gemeindeblatt.

Reiner Kuhn


Beten für den Frieden

Am 3. Advent hat sich die Ev.-ref. Kirche mit den Christen und Christinnen in Syrien und im Libanon/National Synod of Syria and Lebanon (NESSL) verbunden. Zeitgleich und mit gemeinsamer Liturgie haben wir Gottesdienst gefeiert und für den Frieden gebetet.
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