Evangelisch-reformierte Kirche in Hamburg

Jahreslosung 2017…eine reformatorische Ansage im 500. Jahr der Reformation

Und ich werde euch ein neues Herz geben, und in euer Inneres lege ich einen neuen Geist. Und ich entferne das steinerne Herz aus eurem Leib und gebe euch ein Herz aus Fleisch. Und meinen Geist werde ich in euer Inneres legen, und ich werde bewirken, dass ihr nach meinen Satzungen lebt und meine Rechtssätze haltet und nach ihnen handelt. Und ihr werdet wohnen in dem Land, das ich euren Vorfahren gegeben habe, und ihr werdet mir Volk sein, und ich, ich werde euch Gott sein.  (Zürcher Bibel Hesekiel 36,26-28) (mehr …)


„2017-2018-2019″ Wie und warum wir das Reformationsjubiläum feiern

EinblickeAusblickeMit der Predigtreihe „Allein durch das Wort“ haben wir Hamburger den ersten Akzent mit Blick auf das Reformationsjubiläum gesetzt. Der Hype um Luther ist auf der EKD-Ebene immens – angefangen mit der streitbaren Playmobil-Lutherfigur. Kirchengeschichtlich wäre es jedoch verbohrt, wenn nicht kurzsichtig, 2017 „Allein auf/durch Luther“ zu tönen. Reformierte Christinnen und Christen wissen um die Anfechtbarkeit jeglichen Personenkults; und der Blick in die wechselhafte Rezeptionsgeschichte des Lutherbildes durch die Jahrhunderte hindurch lehrt uns, dass der Zeitgeist dem Augustinermönch sein jeweiliges Gepräge verliehen hat.

Noch immer ringen wir Protestanten mit der Frage, ob und warum Katholiken mit eingeladen, ob das Verhältnis zu den „Täufern“ (heute Mennoniten, Baptisten) – von Luther heftig angegriffen – zurechtgerückt, ob Luthers berühmte Exklusivartikel „Allein Christus…aus Gnade…im Wort… durch den Glauben“ nicht modernisiert und der „Judenmission“ endgültig (die EKD-Synode in Magdeburg hat ́s beschlossen) eine Absage erteilt werden sollten. Luther bleibt sperrig, widersprüchlich, anfechtbar.

Und doch lassen sich Gründe genug finden, dieses Jubiläum zu feiern: allein die leidenschaftliche Hinwendung zur Schrift, deren Übersetzung in die National­sprachen und die erstmalige uneingeschränkte Beteiligung von Laien in der Kirche sind großartige Errungen­schaften; noch heute geben sie uns Impulse zur Erneuerung und Gestaltung der Kirche.So nimmt die reformierte Kirche in Hamburg an den Feierlichkeiten des Jubiläums 2017 teil und stellt auch ihr eigenes bescheidenes Fest­programm vor. Die genauen Termine finden Sie unter Termine oder entnehmen Sie bitte dem jeweils aktuellen Gemeindeblatt.

Reiner Kuhn


Beten für den Frieden

Am 3. Advent hat sich die Ev.-ref. Kirche mit den Christen und Christinnen in Syrien und im Libanon/National Synod of Syria and Lebanon (NESSL) verbunden. Zeitgleich und mit gemeinsamer Liturgie haben wir Gottesdienst gefeiert und für den Frieden gebetet.
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Wiedereröffnung Ferdinandstraße

Bald ist es soweit! Am 9. Oktober feiern wir das erste Mal wieder Gottesdienst in der Ferdinandstraße. Ein halbes Jahr war der Kirchenraum gesperrt. Die Kirchenfenster des Darmstädter Bildhauers Helmut Lander wurden restauriert. Das Gebäude war von außen und innen eingerüstet. Wie Herr Christoph Sander, hauptverantwortlicher Glasmeister der Firma Peters aus Paderborn, mitteilte, werden die Innen- und Reinigungsarbeiten bis Ende September abgeschlossen sein.
Zweimal hat Herr Sander durch Vorträge auf die Besonderheiten der Betondickglasfenster hingewiesen. Das Faszinierende ist, dass sie tellenweise einer Skulptur ähneln. Nur wer sich direkt an die Fensterwand begibt, entdeckt ihre Vielschichtigkeit. Wie Herr Sander betonte, seien die Formen der Fenster künstlerisch in der Gesamtgestaltung des Kirchenraums wieder zu entdecken. Der Bildhauer Lander dachte bei seinem Entwurf – so Sanders Einschätzung – nicht an die Zerstörungen des 2. Weltkriegs; vielmehr seien Farben und Formen seine Markenzeichen gewesen. Diese Einschätzung ist neu und überrascht.
Froh sind wir, dass wir die letzten Monate in der Palmaille Gottesdienst feiern konnten. Nun erscheint auch der Kirchenraum Ferdinandstraße erneut im Gottesdienstplan. Für einige verkürzt sich nun der Anfahrtsweg am Sonntagmorgen in die Gemeinde. Bitte achten Sie auf die Angaben im Gemeindeblatt: der 9. Oktober wird ein kleiner Festtag sein!
Reiner Kuhn

Restaurierung der Fenster in der Ferdinandstr. 21

Seit ein paar Wochen ist unsere Kirche in der Innenstadt eingerüstet. Auch im Kirchsaal stehen mittlerweile Gerüste, um die seit langem geplante Restaurierung der Fenster anzugehen. Die Orgel ist zum Schutz völlig abgedeckt. Zunehmend müssen wir mit Staub rechnen, so dass die Kirche seit März nicht zu betreten ist. Die Baumaßnahmen werden voraussichtlich bis Ende September andauern. So finden alle Gottesdienste zur Zeit ausschließlich in der Palmaille und im Altenhof statt. Bitte entnehmen Sie dem Gemeindeblatt, wann wir erneut Gottesdienst in der Ferdinandstr. feiern werden.

Die Kirche wurde nach dem Entwurf des rheinischen Architekten Rudolf Esch gebaut und am 9. Mai 1965 feierlich in Benutzung genommen. Gerne zitiere ich aus der Chronik unserer Kirchengeschichte folgenden Passus zu den Fenstern:  „Einstimmige Bewunderung fanden die Kirchenfenster, die Helmut Lander geschaffen hatte, und die schon an diesem ersten Gottesdiensttag sehr unterschiedliche Deutung. Manche Betrachter begnügten sich damit, sie als gegenstandslose Malerei hinzunehmen, deren Konturen mit ihrer Betonung der Vertikale, die im Kirchenraum sonst dominierende Horizontale wohltuend ausgleichen, deren Farben das Gefühl von geistiger Klarheit und feierlicher Hochstimmung vermittelten, die als Ganzes gesammelte Aufmerksamkeit und meditative Versenkung in gleicher Weise fördern würde. Andere verstanden die Fenster gegenständlich als symbolisches Abbild der großen Stadt, welche durch sie gewissermaßen in das Geschehen des Gottesdienstes einbezogen werden sollte. Alle empfanden, daß hier die schönste nach dem Kriege erbaute Kirche in Hamburg enstanden war, schlicht und schön zugleich und ganz der Sache der Gemeinde dienend.“

Im Juni werden wir Gelegenheit haben, die Restaurierungsmaßnahmen intensiver zu beobachten. Herr Christoph Sander von der Paderborner Glasmalerei Peters GmbH wird uns über die Baustelle führen und genau erläutern, welche Tätigkeiten an den Fenstern vollzogen werden. Herzliche Einladung!

Reiner Kuhn


Neue Mitglieder, neue Ämter

Aus dem Kirchenrat

Am 10. Januar 2016 wurden die neuen Mitglieder in ihr Amt eingeführt. Außer den Pfarrern und der Pfarrerin, die auch dazugehören, besteht der Kirchenrat zurzeit nur aus elf Mitgliedern mit Stimmrecht. In seiner konstituierenden Sitzung hat er die Ämter neu verteilt. Hier das Ergebnis:

Präses des Kirchenrats: Ulrike Krumm

Kassahalter und 1. Stellv. der Präses: Jörn Becker

Protokollführer: Dr. Martin Heider

Bauherr: Marcus Farwig

Vorsitz Freizeitheim-Ausschuss: Britta Steffens

Häuserbeauftragter: Michael Sommersell

Vorsitz Diakonie: Dierk Engelke

Protokollführerin der Diakonie: Dr. Clara Schlaich

Vorsitz Öffentlichkeitsausschuss: Mirjam Swoboda

Vorsitz Ausschuss Kirchenmusik: Holger Fink

Vertreter im Geldverkehr und 2. Stellv. der Präses: Dierk Engelke.

Dr. Mareike Budack ist Kirchenratsmitglied ohne Amt.

Wir sind dankbar, dass sich wieder Menschen zu dieser Arbeit bereit gefunden haben. Das ist nicht selbstverständlich. Es gibt viel zu tun. Der Kirchenrat kann Rückhalt und Unterstützung der Gemeinde gut gebrauchen und natürlich die Weisung durch Gottes guten Geist.

Ulrike Krumm,

Präses des Kirchenrats


In tiefer Trauer

muss ich mich erneut an Sie wenden und Ihnen mitteilen, dass

Herr Pastor i.R. Hermann Keller


am 09. Januar 2016 im Alter von 89  Jahren verstorben ist.

Hermann Keller war seit 1955 zunächst als Vikar, dann als Pastor in unserer Gemeinde tätig. 1989 wurde er pensioniert, blieb aber unter uns als Wegbegleiter, theologischer Lehrer und Mitglied des Konsistoriums bis zu seinem Tode präsent. Wie kaum ein anderer prägte er in dieser Zeit das Gemeindeleben der reformierten Kirche in Hamburg.

Hermann Keller hinterlässt nicht nur eine Lücke in unserer Gemeinde, sondern auch in den Herzen aller, die er auf seinem Weg begleitete.

Die Trauerfeier findet am 30. Januar um 11  Uhr im Gemeindezentrum Ferdinandstraße statt.  Die Beisetzung erfolgt am selben Tag um 13 Uhr in der Kapelle 10 auf dem Friedhof Ohlsdorf.

Dierk Engelke

Präses des Kirchenrates


Lesung Rainer Stuhlmann

Die Evangelisch-reformierte Kirche und die Gesellschaft für Christlich Jüdische Zusammenarbeit laden ein!

Reiner Stuhlmann liest aus seinem Buch:

„Zwischen den Stühlen
Alltagsnotizen eines Christen in Israel und Palästina“

20. Januar 19 Uhr
Ferdinandstraße 21, 20095 Hamburg

Nach der Lesung stehe der Autor für Gespräch und Fragen zur Verfügung. Rainer Stuhlmann ist der Verantwortliche für das Studienprogramms für die Freiwilligen in Nes Ammim (internationalen ökumenischen im Norden Israels). In dieser Funktion kommt er weit herum, diesseits und jenseits der Mauer. Als Pfarrer und Christ aus Deutschland fühlt er sich auf beiden Seiten des Konfliktes „zwischen den Stühlen“. Dieses Gefühl teilen vermutlich viele Menschen, ebenso wie die Ratlosigkeit angesichts des festgefahrenen Konflikts und die verzweifelte Ausschau nach einem Hoffnungsschimmer. Aus seinem privaten Blog ist nun sein Buch entstanden. Seine Geschichten werfen Blicke hinter die Schlagzeilen und versuchen beiden Seiten gerecht zu werden: „ Wir wollen die schwierigen Lektion lernen, für die Palästinenser einzutreten, ohne zu Gegnern Israels zu werden.“ In neun Kapiteln versammelt er sehr unterschiedliche Themen Antisemitismus, die Balfour-Erklärung, messianische Juden, Schabbat und Siedlungsbau, den Galiläischen Zirkus mit Christen, Juden und Muslimen, den Wasserverlust des Toten Meeres usw.

Ulrike Litschel, Rien van der Vegt


Mit großer Trauer

muss ich Ihnen mitteilen, dass

Herr Dietrich Budack


am 23. Dezember 2015 im Alter von 75  Jahren verstorben ist.

Herr Budack war von 1992 bis 1997 und von 2000 bis 2011 Mitglied des Kirchenrates. Nachdem er ab 2000 zunächst das Amt des Kassahalters wahrnahm, hatte er seit 2004 bis zu seinem Ausscheiden die Funktion des Präses des Kirchenrates inne. Bis Oktober 2015 war er Mitglied des Konsistoriums.

Seine über 20-jährige ehrenamtliche Tätigkeit hat unsere Gemeinde und ihre Gremien nachhaltig geprägt. Nicht zuletzt durch die erfolgreichen Verhandlungen mit der Landeskirche in Leer, welche zum Zusammenschluss per 01.01.2012 führte, hat er Spuren hinterlassen, ohne die unser heutiges gemeindliches Leben anders aussehen würde. Sein stets fundiertes und bestimmtes Eintreten für seine Ideale und Wertvorstellungen werden wir in ehrender Erinnerung behalten.

Unsere tiefe Anteilnahme gilt seiner Familie.

Die Trauerfeier findet am Freitag, den 8. Januar 2016 um 10.00 Uhr im Gemeindezentrum Ferdinandstraße statt. Die Bestattung folgt um 15.00 Uhr auf dem Friedhof Ohlsdorf, Kapelle 9.

Dierk Engelke, Präses des Kirchenrates


Wahlen zum Kirchenrat

Am 29.11.2015 fanden Kirchenratswahlen statt.
118 Stimmzettel wurden abgegeben. Darunter waren 9 Briefwähler.
Von den 118 Stimmzetteln waren 116 gültig und 2 Stimmzettel ungültig.

Es ergibt sich folgendes Wahlergebnis:

Herr Marcus Farwig:         101 Stimmen           87,1 %
Frau Miriam Swoboda:     84 Stimmen            72,4 %
Herr Jörn Becker:              78 Stimmen            67,3 %
Herr Dr. Martin Heider:   73 Stimmen            62,9 %

 

Die neu gewählten Ältesten sind für eine Amtsperiode von 5 Jahren und drei Monaten gewählt.
Herzlichen Glückwunsch!

Dierk Engelke, Präses des Kirchenrates